„Inklusion ist keine Kür, sondern Pflicht“ – Padelverein Unna für LWL-Preis vorgeschlagen:

22.04.2026
„Inklusion ist keine Kür, sondern Pflicht“ – Padelverein Unna für LWL-Preis vorgeschlagen

Unna/Kamen. Der SPD-Landtagsabgeordnete Hartmut Ganzke hat den Padelverein Unna / Sports No Limit e. V. für den Inklusionspreis 2026 des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) vorgeschlagen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Für Ganzke ist der Vorschlag mehr als eine Auszeichnung für ein gelungenes Projekt: „Inklusion ist kein Zusatzangebot und kein freiwilliges Extra. Sie ist eine klare gesellschaftliche Verpflichtung. Der Padelverein Unna zeigt, wie das konkret im Alltag funktionieren kann.“

Im Verein wird Inklusion nicht gesondert organisiert, sondern selbstverständlich gelebt. Menschen mit und ohne Behinderungen trainieren gemeinsam, Angebote werden von Anfang an so gedacht, dass möglichst viele teilnehmen können. Damit entsteht ein offener Raum, der Begegnung ermöglicht und Unterschiede nicht trennt, sondern überwindet.

„Genau darum geht es: nicht über Inklusion reden, sondern sie machen“, so Ganzke. „Der Verein zeigt, dass Teilhabe nicht kompliziert sein muss, wenn man sie ernsthaft will.“

Auch Volker König, Vorsitzender des Stadtsportbundes Unna, sieht in dem Ansatz ein wichtiges Signal: „Der Padelverein geht voran und zeigt, dass Inklusion im Sport keine Frage von Konzeptpapieren ist, sondern von Haltung und Umsetzung.“

Mit dem Vorschlag macht Ganzke zugleich deutlich, dass Inklusion stärker als bisher als verbindlicher Maßstab verstanden werden muss: „Solche Projekte dürfen nicht die Ausnahme bleiben. Sie müssen zum Maßstab werden, im Sport, in den Kommunen und in der Gesellschaft insgesamt.“

Die Entscheidung über die Vergabe des Inklusionspreises trifft der LWL im Sommer diesen Jahres.